Aktuell

Projektstart Flora beider Basel

 

Es ist uns eine grosse Freude, Sie über ein neues, gross angelegtes Florenprojekt der beiden Basel zu informieren. In diesem nehmen freiwillige Fachpersonen und Laien unsere Pflanzenwelt genauer unter die Lupe. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen bei der Erhaltung der lokalen Biodiversität und liefern wichtige Grundlagen für Bildung und Wissenschaft. Welche Rolle die Universität Basel, Pro Natura Basel, Pro Natura Baselland, die Basler Botanische Gesellschaft, Info Flora und der Basellandschaftlicher Natur- und Vogelschutzverband spielen und mehr Informationen können Sie gerne der beigelegten Medienmitteilung entnehmen.

Das Bildmaterial finden Sie hier.

Ramon Müller

Geschäftsführer Regionalstelle Flora beider Basel, Universität Basel, Departement Umweltwissenschaften,

Botanik PPE, Schönbeinstr. 6, 4056 Basel 

 

unser Lesetipp: Kunststoff-Recycling       

                                                     

03.02.21

Unser tägliches Leben ist ohne Kunststoffe (künstlich hergestellte Polymere) kaum mehr vorstellbar. Viele Anwendungen sind in den vergangenen hundert Jahren erst möglich geworden durch diese preiswerten, leichten und beständigen Materialien. Wir leben quasi im Kunststoffzeitalter. Ein lesenswerter Überblick über die Geschichte der Kunststoffe findet sich in der online-Zeitschrift The Correspondent unter dem Titel Plastic is a brilliant material. But our relationship with it is trash".

 


Foto: Mali Maeder, pexels.com

 "Trash" sagt's schon. In Europa werden gegenwärtig nur 15% des Kunststoffabfalls rezykliert. 85% gehen auf Deponien oder werden verbrannt. Dies ist eine grosse Verschwendung von Rohmaterialien, die weitgehend von fossilen Rohstoffen stammen, ebenso eine grosse Quelle für CO2-Emissionen.
Das sogenannte mechanische Recycling kennen wir z.B. vom PET-Recycling. Es stösst aber an seine Grenzen, wenn der Kunststoffabfall nicht sortenrein anfällt oder verschmutzt ist. Abhilfe verspricht das chemisches Recycling, das der Verband der europäischen Chemieindustrie CEFIC auf seiner kürzlich aufgeschalteten Website "Chemical Recycling: Making Plastics Circular" erklärt. Abhängig von der Art der Kunststoff-Abfälle bieten sich unterschiedlich umfangreiche Kreisläufe an:

Mit den chemischen Recycling-Verfahren und gewissen Aufreinigungs-Schritten (z.B. Destillation der Monomere) lässt sich Kunststoff in der Qualität von Neu-Kunststoff, wie aus den fossilen Quellen, herstellen. Dieser Kunststoff kann sogar für Lebensmittel-Verpackungen verwendet werden. Durch das chemische Recycling von Kunststoffen lassen

sich auch sekundäre Rohmaterialien zur Herstellung von neuen Chemikalien in derselben Qualität wie aus fossilen Quellen gewinnen. Die Website der CEFIC bietet anschauliche Erklärungen und eine Vielzahl Videos zu den Beispielen.

                                                                                                 

 

Franz-Leuthardt-Preis 2020 05.01.21

 

Der Franz-Leuthardt-Preis 2020 geht an den Amphibienforscher und Naturschützer Heinz Durrer.

Der emeritierte Professor der Uni Basel hat sich jahrzehntelang um die Förderung der gefährdeten

Amphibien in der Region Basel bemüht. Durrer baute 22 Biotope rund um Basel, beispielsweise die

Herzogenmatt in Binningen und die Erlenmatt in Riehen. Es ist zu einem grossen Teil Durrers Verdienst,

dass es in der Region Basel überhaupt noch Amphibien gibt.

 

 

  ein Laubfroschpaar (Hyla arborea) während der Paarungszeit (Foto: Heinz Durrer)

 

 



 

Medienmitteilung

 

Liestal, den 21. Dezember 2020

 

Amphibienforscher und Naturschützer Prof. Dr. Heinz Durrer erhält Preis der Naturfor- schenden Gesellschaft Baselland

Zum vierten Mal verleiht die Naturforschende Gesellschaft Baselland den «Franz Leuthardt Preis». Der Preis geht im Jahr 2020 an den Amphibienschützer und emeritierten Professor der Universität Basel Prof. Dr. Heinz Durrer. Seit Jahrzehnten widmet sich der Preisträger dem Schutz und der Förderung von Amphibien in der Region.

Heinz Durrer erhält die Auszeichnung für seine jahrzehntelange Förderung der gefährdeten Amphibien in unserer Region. Wie kaum ein anderer hat er den Naturschutz in der Region geprägt. Der «Professor mit der Schaufel in der Hand», wie er von seinen Studierenden liebevoll genannt wurde, schaffte es mit teils unkonventionellen Methoden, Laichplätze für unsere bedrohten Amphibien zu erschaffen. Der Er- folg sollte ihm recht geben. Er baute 22 Biotope rund um Basel, wie beispielsweise die Herzogenmatt in Binningen (BL) und die Erlenmatt in Riehen (BS). Er erforschte dabei die Lebensbedingungen der Amphibien sowie Methoden zur Hege und Pflege von Naturlandschaften, auch durch die Beweidung mit dem Schottischen Hochlandrind, insbesondere in der “Petite Camargue Alsacienne“(F). Es ist zu einem grossen Teil Heinz Durrers Verdienst, dass es in unserer stark überbauten Region überhaupt noch Amphibien gibt. Als Dozent an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel gelang es dem Preisträger zudem, zahlreiche Jahrgänge von Medizinstudierenden für Biologie zu begeistern. Seine Vorlesungen standen in der Tradition des berühmten Basler Zoologen Adolf Portmann, bei dem Heinz Durrer studierte.

Mit dem Franz Leuthardt Preis ehrt die NGBL Personen, welche sich in besonderer Weise um die Naturwissenschaften in der Region verdient gemacht haben. Der mit CHF 2'000 dotierte Preis trägt seinen Namen zu Ehren des ersten Präsidenten und grossen Förderers der Naturforschenden Gesell- schaft Baselland, Dr. Franz Leuthardt (1861-1934). Franz Leuthardt arbeitete als Lehrer und Rektor an der Bezirksschule Liestal. Seine wissenschaftlichen Arbeiten setzten sich mit der Geologie und Palä- ontologie des Baselbiets auseinander. Von 1893-1934 amtete er als erster Konservator des Kantons- museums (heute Museum.BL) und von 1900-1934 als Präsident der NGBL.

Die NGBL gratuliert dem Preisträger herzlich.


Weltall

Sämtliche Mitteilungen seit 1900 online verfügbar 23.8.17

 

Ein Meilenstein für die NGBL: Sämtliche Ausgaben der Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel (seit 1995) und der Tätigkeitsberichte der Naturforschenden Gesellschaft Baselland (1900-1992) sind per sofort online frei verfügbar. Alle Ausgaben und Artikel können am Bildschirm gelesen oder als pdf gratis heruntergeladen werden. Dadurch erreichen unsere Mitteilungen eine weitere Leserschaft. Zudem werden insbesondere ältere Arbeiten wieder wesentlich sichtbarer, weil der vollständige Inhalt aller Artikel von den Internet-Suchmaschinen erfasst wird. Möglich wurde dieser für die Gesellschaft und die Erreichung ihrer Ziel bedeutende Schritt durch eine Zusammenarbeit mit der ETH-Bibliothek, die die Inhalte auf ihrer Plattform e-periodica zur Verfügung stellt. Sämtliche Ausgaben der Mitteilungen finden Sie hier, diejenigen der Tätigkeitsberichte hier. Die NGBL ist überzeugt, dass die einfachere Verfügbarkeit ihrer Mitteilungen zur weiteren Verbreitung der darin publizierten Inhalte beitragen wird. Mitglieder erhalten weiterhin jeweils die gedruckte Ausgabe, online erscheinen die Inhalte verzögert.