Aktuell

Das Sommerprogramm der NGBL ist online 28.3.18

 

Wie jedes Jahr prösentiert die NGBL im Sommerhalbjahr wieder ein attraktives Exkursionsprogramm. Das Programm findet sich unter "Veranstaltungen".


Medienmitteilung

Schätze aus dem Baselbieter Meer – die Naturforschende Gesellschaft Baselland sichert eine einzigartige Fossiliensammlung13.5.18

 

Die Fossiliensammlung von Patrick Gasser bietet einen einmaligen Einblick in die vergangene Meereswelt des Jurazeitalters, als das heutige Baselbiet ein flaches, warmes Meer war. Die 233 Fossilien stammen aus der Nähe von Sissach, viele von ihnen sind absolut einmalige Funde. Dieses regionale Naturerbe drohte im privaten Handel zu verschwinden. Der Naturforschenden Gesellschaft Baselland (NGBL) ist es gelungen, die Fossiliensammlung zu erwerben und sie so für zukünftige Generationen zu bewahren. Die NGBL überreicht die Fossilien als Schenkung den Sammlungen Archäologie und Museum Baselland.

Als das Baselbiet ein Meer war

Im Zeitalter des Jura war das heutige Baselbiet ein flaches, warmes Meer. In dieser Zeit schwammen die Vorfahren von Kraken, Kalmaren und Co. in grosser Vielfalt im Meer des heutigen Baselbiets. Im Gegensatz zu den meisten Kopffüssern von heute trugen Ammoniten und Nautiloiden ein Gehäuse, das an Schneckenhäuser erinnert. Andere besassen ein Innenskelett, das als Belemnit oder Donnerkeil bekannt ist. Die Fossilien dieser Meerestiere sind heute im Kalkgestein des Jura zu finden, wo der versteinerte Meeresboden zu Tage tritt. Das Juragebirge gab aufgrund seines Fossilienreichtums dem erdgeschichtlichen Zeitalter des Jura seinen Namen.

Die Fossiliensammlung Patrick Gasser

Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Patrick Gasser aus Arlesheim intensiv mit den Fossilien unserer Region. Allein 20 Jahre davon widmete er sich zusammen mit seinem Vater der geologisch bedeutenden Humphriesi-Schicht des Mittleren Bajociens, einer erdgeschichtlichen Epoche in der Doggerzeit des Jura vor ca. 170 Millionen Jahren. Die Sammlung Gasser umfasst zahlreiche ausserordentlich gut erhaltene Ammoniten, einen riesigen Nautilus, einen grossen Belemniten, Muscheln, Seeigel, Schnecken und sogar einen bisher noch unbeschriebenen Fisch.

Viele der 233 Fossilien aus der Sammlung sind absolut einzigartige Funde. Sie wurden mit viel Fachwissen vom Finder selbst präpariert. Bissspuren und Kalkröhren von Würmern wurden erhalten und erzählen die Lebensgeschichte der Tiere, die einst im Jurameer schwammen. Es handelt sich um eine der grössten und vollständigsten bekannten Sammlungen aus der Humphriesi-Schicht. Sie ist deshalb von grossem wissenschaftlichem Wert und soll als Ganzes erhalten bleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Regionales Naturerbe gesichert Der Naturforschenden Gesellschaft Baselland (NGBL) ist es gelungen, diese bedeutende Fossiliensammlung zu erwerben und so für künftige Generationen zu bewahren. Ermöglicht wurde dies dank der Finanzierung durch den Swisslos-Fonds Basel-Landschaft. Die NGBL überreicht die Fossilien als Schenkung den Sammlungen Archäologie und Museum Baselland. Diese für dieRegion bedeutenden Stücke werden dort nicht nur fachgerecht betreut, sondern stehen künftig für Ausstellungen, Schulen, Forschung und Interessierte zur Verfügung. Die NGBL leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung und Vermittlung des Naturerbes des Kantons Basel- Landschaft.

 

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Franz Leuthardt Preis 2018 geht an den Fledermausforscher Dr. h.c. Jürgen Gebhard 13.3.18

 

Zum zweiten Mal verleiht die Naturforschende Gesellschaft Baselland (NGBL) den «Franz Leuthardt Preis». Der Preis geht in diesem Jahr an den Fledermausforscher Dr. h.c. Jürgen Gebhard. Seit Jahrzehnten erforscht er die Fledermäuse der Region. Dabei erlangte er ungeahnte Einblicke ins Leben der nächtlichen Jäger. Sein Engagement hat sehr viel dazu beigetragen, die breite Öffentlichkeit für die bedrohten Fledermäuse zu begeistern.

Jürgen Gebhard Dr. h.c. Jürgen Gebhard erhält die Auszeichnung für seine jahrzehntelange Forschung mit Fledermäusen, welche ihn weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht hat. Jürgen Gebhard hat während seiner Forschung, welche er vor allem in seiner Freizeit betrieb, einmalige Einblicke in das Leben der Fledermäuse gewinnen können. Speziell interessierte ihn der Grosse Abendsegler (Nyctalus noctula). Mit halbzahmen, freifliegenden Fledermäusen erforschte er deren Verhalten und Ökologie und trug massgeblich zu einem besseren Verständnis der Biologie dieser versteckt lebenden Tier bei. Die Forschungsstation im Trafoturm «Hofmatt» in Münchenstein wurde während 20 Jahren zum Zentrum vieler Aktivitäten, die nicht nur an Fachtagungen internationale Beachtung fanden. Zudem betreute der Preisträger Studierende in zahlreichen Kursen, Diplomarbeiten sowie einer Dissertation. Für seine Arbeiten erhielt Jürgen Gebhard im Jahr 1998 die Ehrendoktorwürde der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie der Universität Basel. Sein Wissen gab Jürgen Gebhard gerne an eine breite Öffentlichkeit weiter. Ob mit Vorträgen, Büchern, Exkursionen, Zeitungsartikeln oder Fernseh- und Radiosendungen, stets vermittelte er sein Wissen über die geheimnisvollen Nachtflieger auf spannende Weise. So hat er massgeblich dazu beigetragen, das Interesse der Bevölkerung zu wecken und den Fledermausschutz zu fördern.

Die öffentliche Preisverleihung mit anschliessendem Vortrag von Dr. h.c. Jürgen Gebhard mit dem Titel «Den Fledermäusen auf der Spur, ein persönlicher Rückblick auf 30 Jahre Fledermausforschung» findet am Donnerstag, 22. März 2018, 19:00 Uhr im Foyer des Museum.BL, Zeughausplatz 28, 4410 Liestal statt. Im Anschluss an den Vortrag des Preisträgers lädt die NGBL zu einem Apéro ein.


Weltall

Sämtliche Mitteilungen seit 1900 online verfügbar 23.8.17

 

Ein Meilenstein für die NGBL: Sämtliche Ausgaben der Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel (seit 1995) und der Tätigkeitsberichte der Naturforschenden Gesellschaft Baselland (1900-1992) sind per sofort online frei verfügbar. Alle Ausgaben und Artikel können am Bildschirm gelesen oder als pdf gratis heruntergeladen werden. Dadurch erreichen unsere Mitteilungen eine weitere Leserschaft. Zudem werden insbesondere ältere Arbeiten wieder wesentlich sichtbarer, weil der vollständige Inhalt aller Artikel von den Internet-Suchmaschinen erfasst wird. Möglich wurde dieser für die Gesellschaft und die Erreichung ihrer Ziel bedeutende Schritt durch eine Zusammenarbeit mit der ETH-Bibliothek, die die Inhalte auf ihrer Plattform e-periodica zur Verfügung stellt. Sämtliche Ausgaben der Mitteilungen finden Sie hier, diejenigen der Tätigkeitsberichte hier. Die NGBL ist überzeugt, dass die einfachere Verfügbarkeit ihrer Mitteilungen zur weiteren Verbreitung der darin publizierten Inhalte beitragen wird. Mitglieder erhalten weiterhin jeweils die gedruckte Ausgabe, online erscheinen die Inhalte verzögert.